Dienstag, 2. Dezember 2014
Mittwoch, 5. November 2014
Und wieder geht's um's Öl
Die Erinnerung an den Unfall im Golf von Mexiko ist noch sehr frisch. Und über die Risiken, die mit Bohrungen in großen Meerestiefen verbunden sind gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen. Dass nun aber solche Bohrungen in einem ökologisch sensiblen Gebiet geplant sind, dass noch dazu in
einer vulkanisch aktiven Zone liegt, erzeugt großes Unbehagen, zumal es sich dabei um ein begehrtes Ferienparadies für viele Europäer handelt.
Eine transeuropäische Bürgerinitaiative hat sich gegen dieses Vorhaben konstituiert und eine Petition kann unterschrieben werden.
Damit der Dialog darüber sachlich bleibt und nicht ins Emotionale abgleitet habe ich auf Facebook einige Fragen an die Initiatoren gestellt und bedanke mich für die sachlichen Antworten:
einer vulkanisch aktiven Zone liegt, erzeugt großes Unbehagen, zumal es sich dabei um ein begehrtes Ferienparadies für viele Europäer handelt.
Eine transeuropäische Bürgerinitaiative hat sich gegen dieses Vorhaben konstituiert und eine Petition kann unterschrieben werden.
Damit der Dialog darüber sachlich bleibt und nicht ins Emotionale abgleitet habe ich auf Facebook einige Fragen an die Initiatoren gestellt und bedanke mich für die sachlichen Antworten:
Thomas
Wetschnig Ja,
die Petition habe ich bereits unterschrieben. Aber eine Frage will ich mir
dennoch erlauben: wer von Euch ist mit dem Segelschiff angereist?
Save
Canarias Deutschland Wir
sind uns sehr wohl bewusst dass ein Leben ohne Erdöl im Moment nicht machbar
ist. Aber vor den Kanaren nach Erdöl zu bohren ist ein Wahnsinn. Schon alleine
wegen dem Wasser. Wir haben kein Trinkwasser und sind zu 100% auf
Meerentsalzungsanlagen angewiesen. Experten warnen immer wieder, ein Ölaustritt
würde die Anlagen für Monate ausser Betrieb setzen. Das wäre eine Katastrophe
für uns und unsere Touristen!!
Thomas
Wetschnig Ich
freue mich, dass ich mal ein Feedback auf meine Gedanken bekomme. Immerhin
kenne ich die Kanarischen Inseln schon seit 30 Jahren und komme immer wieder
gerne her. Gerade deshalb kann ich es auch nicht lassen, kritische Fragen zu
stellen, wie etwa warum
auf Inseln, auf denen an mindestens 340 Tagen im Jahr die Sonne scheint immer
noch der größte Anteil der Stromerzeugung durch Dieselgeneratoren erfolgt
(ausgenommen el Hierro!!) oder warum es an den kanarischen Tankstellen immer
noch den billigsten Sprit Europas gibt. Und all diese Treibstoffe, wie auch das
Rohöl für die Raffinerie in Sta. Cruz werden zwangsläufig mit Tankern
transportiert (womit denn sonst?) von denen jeder für sich ein potenzielles
Unfallrisiko darstellt, auch wenn dankenswerterweise bisher in kanarischen
Gewässern noch nichts dergleichen passiert ist. Wenn ich mir die Liste der
Ölunfälle von 1910 bis heute ansehe, stelle ich fest, dass die allermeisten von
leckgeschlagenen Tankern verursacht wurden. Deshalb würde es mich sehr
interessieren, ob es wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse oder mathematisch
statistische Berechnungen gibt, wonach von Förderplattformen ein größeres
Risiko ausgeht als von Tankern. Außerdem habe ich vernommen, dass in
marokkanischen Gewässern schon seit längerer Zeit Bohrungen im Gange sein
sollen. Sollte man dort fündig werden, liegt angeblich auch schon die
Bewilligung zur Förderung seitens der marokkanischen Regierung vor. Dazu muss
man wissen, dass dort ein absolutistischer Monarch das letzte Wort hat, der
sich um Proteste und Bürgerinitiativen wohl wenig kümmern dürfte. Meine Frage
lautet daher: Wie werdet Ihr mit der Situation umgehen, wenn Förderung auf
marokkanisches Gebiet beschränkt bleiben sollte. Immerhin wäre die potenzielle
Bedrohung für die kanarischen Inseln gleich, wenn nicht sogar größer, weil dort
die strengen EU-Sicherheitsauflagen wahrscheinlich nicht zur Anwendung kämen.
Ich würde mich freuen, wenn es uns endlich gelänge, uns aus dieser teuflischen
Abhängigkeit vom Öl zu befreien, aber nach Ansicht zahlreicher Experten müssen
für dieses Vorhaben 20 bis 30 Jahre veranschlagt werden. Es würde mich somit
gar nicht mehr betreffen, wäre es nicht meinen Kindern geschuldet. Not macht
bekanntlich erfinderisch. Der aus dieser Logik zu folgernde Umkehrschluss muss
daher lauten: Ohne Not gibt's keine neuen Erfindungen. Momentan sieht's wohl
eher danach aus, als wäre die Not noch nicht groß genug.
Save
Canarias Deutschland Es
stimmt schon die Kanaren hätten schon vor langer Zeit auf erneuerbare Energie
umrüsten sollen. Aber wir haben geschlafen (ausser El Hierro!) Wir haben die
Sonne, den Wind, die Kraft der Wellen und wir grillen Hähnchen über Vulkanglut!!
Bis 2010 hat Spanien eine führende Position in Sachen Windenergie eingenommen (gleich hinter Deutschland und der USA). Zwei der grössten Photovoltaik Anlagen befinden sich in Spanien. In 2005 entschied Spanien, als weltweit erstes Land, ein Gesetz, indem alle Neubauten Sonnenkollektoren montieren müssen. 2007 wurden im spanischen Amtsblatthttps://www.boe.es/boe/dias/2007/05/26/pdfs/A22846-22886.pdfMöglichkeiten zu Subventionen veröffentlicht. Eine sichere Sache für Investoren, Unternehmer,…55.000 Personen haben sich daraufhin durch Hilfe von Bankfinanzierungen, Anleihen aufs eigene Haus etc. dem Boom der grünen Energie verschrieben.
Mit Einzug der neuen Regierung in 2011 änderte sich aber alles. Anstatt diesen Weg weiterzuführen, wurden die Subventionen gekürzt oder gestrichen. Rückwirkend!!Tausende von Unternehmern wurden ruiniert. Viele ausländische Investoren verloren ihr Vertrauen in die spanische Regierung! Im Februar dieses Jahres wurden weitere 1.7 Milliarden Euro für Wind und Sonnenenergie gestrichen!http://www.eleconomista.es/.../La-CNMC-da-a-conocer-la...
Aber nicht nur das, dem normalen Bürger ist in Spanien nicht erlaubt, eine Photovoltaik Anlage auf sein Dach zu montieren, ohne eine öffentliche Gebühr von ca. 4000 Euro zu bezahlen und dann gibt es noch die Steuer auf die Solarenergie!!!
Die Tanker sind natürlich nach wie vor eine Gefahr. Im Sommer gab es einen von erdölverschmutzten Strand auf Gran Canaria. Durch einen vorbeifahrenden Öltanker der sein Altöl abgelassen hatte.
Der Strand musste gesperrt werden. Es gab keine Hilfe von der Regierung. Kein Krisenkabinett oder sonstiges. Der Bürgermeister musste über Radio, TV und Facebook Freiwillige anheuern um beim sauber machen zu helfen. Die Regierung schaut auf die Seite.
Thema Marokko:
Es gab vier Demonstrationen gegen die Erdölbohrungen. Und jedesmal kam danach die Nachricht das Marokko Erdöl gefunden hätte! Dazu ein Bericht des Oficina Acción Global (OAG) der Inselregierung von Lanzarote:
Hinsichtlich der heute veröffentlichten Nachricht, dass in marokkanischen Gewässern, 200 km von den Kanarischen Inseln, Erdöl gefunden wurde, weist der OAG auf folgendes hin:
Viel Wirbel um nichts: Es ist das vierte Mal, dass die spanischen Medien ankündigen, dass Marokko Erdöl in ihrem Gebiet gefunden hat, aber bis jetzt hat sich diese Nachricht immer wieder in Rauch aufgelöst. Sie erinnern sich sicherlich. Im März 2014 gab es eine grosse Ankündigung, die dann sogar von der marokkanischen Regierung widerlegt wurde. Drei Tage zuvor hatte das Cabildo von Lanzarote schon veröffentlicht das die Ankündigung nicht der Wahrheit entspreche:
link auf spanisch:
http://www.eldiario.es/.../petroleo-Marruecos-aguas...
http://www.eldiario.es/.../Lanzarote-petroleo-marroqui...
In jedem Fall ist es die Regierung von Spanien, der die Sicherheit der Kanarischen Inseln untersteht. Man sollte deshalb fragen:
Nachdem es sich um ein gefährliches Vorhaben handelt, bei dem die Kanaren gefährdet sein könnten, warum schreitet dann die Spanische Regierung nicht ein? So wie sie es 1999 getan hat, und den Bau eines Kernkraftwerkes in Tan Tan verhindert hatte? Die Stadt Tan Tan liegt genau 200km von den Kanaren entfernt, also genau die gleiche Entfernung wie der jetzt angekündigte Fund von Erdöl.
Hat Spanien sichergestellt, dass die marokkanischen Bohrungen in dem Gebiet, in Übereinstimmung mit dem internationalen Völkerrecht steht?
Hat die Regierung von Spanien die marokkanischen Behörden aufgefordert die Studien der Umweltauswirkung von den Ölkonzernen einzusehen, um die Risikostufe für die gesamte Region aber vor allem für die Kanaren zu beurteilen?
Nachdem es sich um einen Eingriff von grenzüberschreitender Natur handelt - wie das Spanische Umweltministerium versichert - stellt sich die Frage, ob die Spanische Regierung von Marokko die Umweltverträglichkeitserklärung beantragt hat.
Kann die Spanische Regierung garantieren, dass Marokko über einen Notfallplan verfügt, um etwaigen Ölaustritten Herr zu werden und um einen Ölteppich einzugrenzen?
Wer entschädigt die betroffene Kanarische Bevölkerung und deren Wirtschaftssektor, Im Falle eines Ölteppichs aus Marokko?
Fordert Spanien von Marokko die anspruchsvolle und strikte Einhaltung der neuen Richtlinie 2013/30 / EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Juni 2013 über die Sicherheit von Exploration und Abbau von Öl und Gas auf offenem Meer?
Warum erfahren die Kanaren aus der Presse über diesen Hochrisikofaktor für die Inseln, und nicht durch die zuständige, spanische Behörde mit einer genauen Beurteilung über Risiken und Präventionsmaßnahmen?
Spanien trägt die Verantwortung, die allgemeinen Interessen der Kanarischen Inseln über die Interessen eines privaten Multinationalen Ölkonzerns zu wahren. Daher muss nicht nur unverzüglich die Tätigkeit von Repsol vor den Kanarischen Inseln eingestellt werden, sondern, Spanien hat auch die Pflicht, sofort einzuschreiten und mit Marokko zu verhandeln um sicherzustellen, dass keine Tätigkeit in marokkanischen Gewässern den Kanarischen Inseln in irgend einer Art und Weise schaden könnte.
Das Global Action Büro erinnert daran, dass das spanische Umweltministerium, durch einen vom Direktor für Nachhaltigkeit in Küsten- und Meergebieten, Herr Pablo Saavedra Inaraja, am 4.April 2013 unterzeichneten Bericht, dem Industrieministerium von Herrn Soria mitteilte, dass die Notwendigkeit einer Konsultationsperiode für Spanien und Marokko auf Grund des grenzüberschreitenden Eingriffs bestehe. Herr Minister Soria ignorierte diese Aufforderung zu jener Zeit, sollte sie aber in diesem Moment ernst nehmen um sicherzustellen, dass die Kanarischen Inseln keiner Gefahr ausgesetzt werden.
Vorteile: Die PP-Regierung und Repsol wollen uns glauben machen, dass dies ein Wettrennen ist, bei dem ein Land das andere überholen will um in Führung zu gehen. Aber die Realität ist eine ganz andere. Und mit Sicherheit sind es nicht die Bürger die von den Bohrungen profitieren werden, sondern die Öl Magnate und vier Freunde in sehr guten Positionen.
Bis 2010 hat Spanien eine führende Position in Sachen Windenergie eingenommen (gleich hinter Deutschland und der USA). Zwei der grössten Photovoltaik Anlagen befinden sich in Spanien. In 2005 entschied Spanien, als weltweit erstes Land, ein Gesetz, indem alle Neubauten Sonnenkollektoren montieren müssen. 2007 wurden im spanischen Amtsblatthttps://www.boe.es/boe/dias/2007/05/26/pdfs/A22846-22886.pdfMöglichkeiten zu Subventionen veröffentlicht. Eine sichere Sache für Investoren, Unternehmer,…55.000 Personen haben sich daraufhin durch Hilfe von Bankfinanzierungen, Anleihen aufs eigene Haus etc. dem Boom der grünen Energie verschrieben.
Mit Einzug der neuen Regierung in 2011 änderte sich aber alles. Anstatt diesen Weg weiterzuführen, wurden die Subventionen gekürzt oder gestrichen. Rückwirkend!!Tausende von Unternehmern wurden ruiniert. Viele ausländische Investoren verloren ihr Vertrauen in die spanische Regierung! Im Februar dieses Jahres wurden weitere 1.7 Milliarden Euro für Wind und Sonnenenergie gestrichen!http://www.eleconomista.es/.../La-CNMC-da-a-conocer-la...
Aber nicht nur das, dem normalen Bürger ist in Spanien nicht erlaubt, eine Photovoltaik Anlage auf sein Dach zu montieren, ohne eine öffentliche Gebühr von ca. 4000 Euro zu bezahlen und dann gibt es noch die Steuer auf die Solarenergie!!!
Die Tanker sind natürlich nach wie vor eine Gefahr. Im Sommer gab es einen von erdölverschmutzten Strand auf Gran Canaria. Durch einen vorbeifahrenden Öltanker der sein Altöl abgelassen hatte.
Der Strand musste gesperrt werden. Es gab keine Hilfe von der Regierung. Kein Krisenkabinett oder sonstiges. Der Bürgermeister musste über Radio, TV und Facebook Freiwillige anheuern um beim sauber machen zu helfen. Die Regierung schaut auf die Seite.
Thema Marokko:
Es gab vier Demonstrationen gegen die Erdölbohrungen. Und jedesmal kam danach die Nachricht das Marokko Erdöl gefunden hätte! Dazu ein Bericht des Oficina Acción Global (OAG) der Inselregierung von Lanzarote:
Hinsichtlich der heute veröffentlichten Nachricht, dass in marokkanischen Gewässern, 200 km von den Kanarischen Inseln, Erdöl gefunden wurde, weist der OAG auf folgendes hin:
Viel Wirbel um nichts: Es ist das vierte Mal, dass die spanischen Medien ankündigen, dass Marokko Erdöl in ihrem Gebiet gefunden hat, aber bis jetzt hat sich diese Nachricht immer wieder in Rauch aufgelöst. Sie erinnern sich sicherlich. Im März 2014 gab es eine grosse Ankündigung, die dann sogar von der marokkanischen Regierung widerlegt wurde. Drei Tage zuvor hatte das Cabildo von Lanzarote schon veröffentlicht das die Ankündigung nicht der Wahrheit entspreche:
link auf spanisch:
http://www.eldiario.es/.../petroleo-Marruecos-aguas...
http://www.eldiario.es/.../Lanzarote-petroleo-marroqui...
In jedem Fall ist es die Regierung von Spanien, der die Sicherheit der Kanarischen Inseln untersteht. Man sollte deshalb fragen:
Nachdem es sich um ein gefährliches Vorhaben handelt, bei dem die Kanaren gefährdet sein könnten, warum schreitet dann die Spanische Regierung nicht ein? So wie sie es 1999 getan hat, und den Bau eines Kernkraftwerkes in Tan Tan verhindert hatte? Die Stadt Tan Tan liegt genau 200km von den Kanaren entfernt, also genau die gleiche Entfernung wie der jetzt angekündigte Fund von Erdöl.
Hat Spanien sichergestellt, dass die marokkanischen Bohrungen in dem Gebiet, in Übereinstimmung mit dem internationalen Völkerrecht steht?
Hat die Regierung von Spanien die marokkanischen Behörden aufgefordert die Studien der Umweltauswirkung von den Ölkonzernen einzusehen, um die Risikostufe für die gesamte Region aber vor allem für die Kanaren zu beurteilen?
Nachdem es sich um einen Eingriff von grenzüberschreitender Natur handelt - wie das Spanische Umweltministerium versichert - stellt sich die Frage, ob die Spanische Regierung von Marokko die Umweltverträglichkeitserklärung beantragt hat.
Kann die Spanische Regierung garantieren, dass Marokko über einen Notfallplan verfügt, um etwaigen Ölaustritten Herr zu werden und um einen Ölteppich einzugrenzen?
Wer entschädigt die betroffene Kanarische Bevölkerung und deren Wirtschaftssektor, Im Falle eines Ölteppichs aus Marokko?
Fordert Spanien von Marokko die anspruchsvolle und strikte Einhaltung der neuen Richtlinie 2013/30 / EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Juni 2013 über die Sicherheit von Exploration und Abbau von Öl und Gas auf offenem Meer?
Warum erfahren die Kanaren aus der Presse über diesen Hochrisikofaktor für die Inseln, und nicht durch die zuständige, spanische Behörde mit einer genauen Beurteilung über Risiken und Präventionsmaßnahmen?
Spanien trägt die Verantwortung, die allgemeinen Interessen der Kanarischen Inseln über die Interessen eines privaten Multinationalen Ölkonzerns zu wahren. Daher muss nicht nur unverzüglich die Tätigkeit von Repsol vor den Kanarischen Inseln eingestellt werden, sondern, Spanien hat auch die Pflicht, sofort einzuschreiten und mit Marokko zu verhandeln um sicherzustellen, dass keine Tätigkeit in marokkanischen Gewässern den Kanarischen Inseln in irgend einer Art und Weise schaden könnte.
Das Global Action Büro erinnert daran, dass das spanische Umweltministerium, durch einen vom Direktor für Nachhaltigkeit in Küsten- und Meergebieten, Herr Pablo Saavedra Inaraja, am 4.April 2013 unterzeichneten Bericht, dem Industrieministerium von Herrn Soria mitteilte, dass die Notwendigkeit einer Konsultationsperiode für Spanien und Marokko auf Grund des grenzüberschreitenden Eingriffs bestehe. Herr Minister Soria ignorierte diese Aufforderung zu jener Zeit, sollte sie aber in diesem Moment ernst nehmen um sicherzustellen, dass die Kanarischen Inseln keiner Gefahr ausgesetzt werden.
Vorteile: Die PP-Regierung und Repsol wollen uns glauben machen, dass dies ein Wettrennen ist, bei dem ein Land das andere überholen will um in Führung zu gehen. Aber die Realität ist eine ganz andere. Und mit Sicherheit sind es nicht die Bürger die von den Bohrungen profitieren werden, sondern die Öl Magnate und vier Freunde in sehr guten Positionen.
Thomas
Wetschnig Ich
bedanke mich für diesen ausführlichen Bericht. Er beantwortet den größten Teil
meiner Fragen. Wahrscheinlich lässt sich in Brüssel mehr erreichen als in
Madrid. Und spätestens in einem Jahr, wenn das Parlament neu gewählt wird,
werden die Karten ohnehin
wieder neu gemischt. Andererseits: wenn in marokkanischen Gewässern schon
länger gebohrt und nichts gefunden wurde, warum haben die Ölfirmen dort die
Suche nicht schon längst aufgegeben? Gibt es gesicherte Indizien, dass es dort
überhaupt Vorkommen gibt? Und last not least noch ein anderer Aspekt: Norwegen
ist bekanntlich ein Land, das dem Naturschutz sehr hohe Priorität einräumt und
dennoch wird dort vor den Küsten schon seit Jahrzehnten Öl gefördert, welches
Norwegen zum reichsten Land Europas machte. Mich würde nur interessieren, ob
dort hinsichtlich Unfallrisken, die ja niemals vollkommen ausgeschlossen werden
können, andere Gegebenheiten bestehen als in den Gewässern zwischen Marokko und
den Kanaren? Nochmals vielen Dank für die Information.
Save
Canarias Deutschland Thomas,
wie du in unserem Bericht sehen kannst, waren wir sehr erfolgreich in Europa.
Die Kanarische Regierung ist zuversichtlich dass die Bohrungen vorübergehend
eingestellt werden,,,Mal sehen! Nun zu deinen Fragen: Einige Erdölkonzerne
haben auf Marokko
schon gebohrt, aber das Öl das gefunden wurde war qualitativ nicht gut genug.
Für die Konzerne bedeutet das, "es gibt Öl, wir müssen nur das gute
finden". Rabat hat kürzlich angekündigt "Leute, wenn wir was finden
sagen wir es euch schon" Ein anderer Aspekt der in dieser Hinsicht oft
vergessen wird, ist die Frage, wo genau liegt die Grenze zwischen den Kanaren,
also spanischem Gewässer, und marokkanischem Gewässer?? Diese Frage ist nie
richtig geklärt worden und wir wissen das es kein Zufall ist, das Spanien den
Militärstützpunkt auf Fuerteventura 2013 ausgeweitet und verschärft hat.
"Um uns vor dem Nachbarn zu schützen" wie ein Oberbefehlshaber sagte.
Norwegen kann man nicht mit den Kanaren vergleichen. Zum ersten ist der Erdölkonzern
zum Grossteil verstaatlicht. Auf den Kanaren handelt es sich um einen rein
privaten Konzern!! Auf der anderen Seite, Norwegen hat Bodenschätze, Wälder,
Flüsse, Industrie und könnte bei einer Katastrophe ohne weiteres ohne Tourismus
überleben. Wir, die Kanaren, haben nichts dergleichen. Wir können ohne
Tourismus nicht überleben und schon gar nicht ohne Wasser. Die Experten warnen.
Auch ein kleiner Ölaustritt kann die Meerentsalzungsanlge für Monate ausser
Betrieb setzen. Und was dann?? Dieses Szenario ist wahrscheinlich das
schlimmste für uns alle. 140000 Einwohner mit 2 Millionen Touristen im Jahr,
ohne Wasser. Das Risiko ist einfach zu hoch.
Thomas
Wetschnig Ob
es hinsichtlich der Sicherheit einen Unterschied macht, ob eine staatliche oder
eine private Firma das Öl fördert, da habe ich meine Zweifel. Allerdings habe
ich inzwischen festgestellt, dass die Nordsee maximal 100 m Tief ist. Zwischen
Marokko und Fuerteventura dürfte es um einiges tiefer sein. Last not least
freut es mich, dass es gelungen sein dürfte, eine Emotionsdiskussion in eine
Sachdiskussion umzuwandeln. Good Luck!
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Kompetenzanmaßung – die pervertierte Demokratie.
Wenn ich mich demnächst wieder auf eine Reise begebe und
dabei ein Flugzeug besteige, ist es für mich, wie auch für alle anderen
Passagiere keine Frage, dass sich mein Platz in der Passagierkabine befindet,
nicht aber im Cockpit. Dort nämlich sitzen die, die es gelernt haben, wie ein
Flugzeug zu steuern ist und dies auch können. Ich jedenfalls kann es nicht.
Würden die Passagiere darauf bestehen, 2 gewählte Vertreter
aus ihren eigenen Reihen ins Cockpit zu setzen, dann würde ich mit Sicherheit
wieder aussteigen.
Aber die Politik ist heute derart aus dem Ruder gelaufen,
dass es tatsächlich so läuft. Es sind nicht mehr die fähigsten und
qualifiziertesten Menschen, die an die politischen Schalthebel gesetzt werden,
sondern die, die die lauteste Stimme und die einfachsten Lösungen offerieren,
die es leider nicht gibt. Und die Stammtischgespräche und Leserpostings in den online Ausgaben der Tageszeitungen tun ihr übriges dazu. Da wimmelt es ja nur so von selbsternannten Experten, die sich anmaßen, immer alles besser zu wissen und sogar noch nach Mitsprachemöglichkeiten verlangen.
Wünschenswert wäre es, wenn sich die Menschen wieder auf ihre
wahren Qualifikationen konzentrieren würden.
Nicht zufällig heißt es ja: „Schuster, bleib bei Deinen
Leisten“.
Montag, 15. September 2014
Sonntag, 14. September 2014
Selbstbestimmte Individuen als Schlüssel zum Frieden.
Es kann niemals gut sein, wenn eine Einzelperson mit zu viel Macht
ausgestattet ist. Dies trifft auf Wladimir Putin ebenso, wie auch auf den
US-Präsidenten zu. Bei letzterem ist aber immerhin längstens nach 8 Jahren Schluss mit der Macht. Aber auch 8 Jahre genügen um irreparablen Schaden anzurichten, was am Beispiel Irak deutlich zu Tage tritt.
Hier präsentiert sich gerade die Europäische Union als vorbildliche Alternative, wo die Macht auf sehr viele Personen und Gremien verteilt ist. Aber gerade deshalb ist sie auch sehr schwerfällig und benötigt sehr viel Zeit, um sich zu einer Entscheidung durchringen zu können. Das ist grundsätzlich gut, kann aber manchmal auch fatale Folgen haben, wenn der Entscheidungsprozess zu lange dauert.
Europa steht vor der Herausforderung, die angemessenen Mittel zu
finden um nicht wieder zum Spielball außereuropäischer Mächte zu werden, wie
dies vor 1989 der Fall war. Die letzten 5 Jahre waren von den Bemühungen
geprägt, die spekulativen Angriffe auf seine neue Währung, die auf eine Zerstörung
derselben abzielte, abzuwehren, was im Wesentlichen geglückt sein dürfte.
Heute steht Europa vor der Herausforderung, sowohl im Inneren dem Erstarken
rechtsnationalistischer, meist von Moskau unterstützter Bewegungen, etwas
entgegensetzen zu müssen, wie auch dem neuen Expansionsdrang des russischen Präsidenten
mit angemessenen aber gewaltlosen Mitteln die Missbilligung zum Ausdruck zu
bringen.
Die Abfolgen von wirtschaftlichen Sanktionen, die bisher mit
Gegensanktionen beantwortet wurden führen zwangsläufig zu einem
wirtschaftlichen Schaden für die betroffenen Unternehmen, sowohl in Russland,
wie auch in Europa. In Europa macht sich bereits der Widerstand dagegen
bemerkbar. Ob dies in Russland auch der Fall ist, das wissen wir noch nicht so
genau, weil diesbezüglich nur spärliche Informationen durchsickern.
Dennoch deuten einige Indizien darauf hin, dass die
Entbehrungsbereitschaft in der russischen Bevölkerung größer zu sein scheint,
als dies in Europa der Fall sein dürfte – ein Trumpf für Wladimir Putin, der
diesen mit Sicherheit auszuspielen weiß.
Europas Anstrengung müsste demnach darauf abzielen, den Menschen in
Russland klar zu machen, dass es für alle zweckdienlich ist, sich selbst mehr
zu lieben als seinen Staat. Nur wenn das gelingt, kann die Krise zu einem
baldigen Ende gelangen. Ein Schritt in die richtige Richtung könnte auch in einer Asylgewährung für desertierende russische Wehrpflichtige bestehen.
Und wenn man im Osten Österreichs lebt, sollte man sich eines in
Erinnerung rufen: „Was geht uns die Ukraine an“ dachten die meisten Menschen in
Österreich auch bis zum 26. April 1986. Erst als der radioaktive Regen über
Österreich niederprasselte, bemerkten viele, dass die Ukraine näher ist, als
man es wünschte. Die Westgrenze der Ukraine liegt Wien näher als die Ostgrenze
der Schweiz.
Donnerstag, 11. September 2014
David und Goliath
Mehr als 6 Monate dauert die
Krise zwischen Russland und der Ukraine
nunmehr
schon an. Obektive glaubhafte
Informationen zu bekommen ist schon alleine deswegen schwierig, weil
unbefangene Berichterstatter meist daran gehindert werden, umkämpfte Gebiete zu
betreten. Umso schwieriger ist daher auch die Bildung einer individuellen Meinung.
Deshalb
will ich mich in meiner Betrachtung auf jene erwiesenen Fakten stützen,
die von niemandem mehr in Abrede gestellt werden können.
Das erste gesicherte Faktum ist, dass die
Entmachtung von Wiktor Janukowytsch durch einen
Misstrauensantrag des Parlamentes unter gleichzeitiger Ankündigung einer
Neuwahl erfolgte. Man sollte meinen, dass dies einen ganz normalen
demokratischen Vorgang darstellt. Ob es auch verfassungskonform war, ist eine
Frage die nur Juristen klären können. Die Behauptung, es habe sich um einen
Putsch gehandelt ist aber in jedem Falle unzutreffend:
Ein Putsch (auch Staatsstreich oder französisch Coup
d’État [ˌkudeˈta]
genannt) ist eine oft überraschende, meist gewaltsame Aktion eines Teils der
Staatsorgane (oder einer Gruppe davon; oft handelt es sich z. B. um
das Militär oder einen Teil davon) mit dem
Ziel, die Regierung zu stürzen und die Macht im Staat zu
übernehmen.[1] Putschisten
sind in der Regel hohe Militäroffiziere oder
Führer paramilitärischer
Organisationen. Es kommen aber auch andere „Putsche“ vor, z. B.
in der Schweiz im Jahre 1839 der sog. „Züriputsch“ zur vorübergehenden (bis 1845
dauernden) Ausschaltung des Liberalismus im Kanton Zürich.
Häufig folgt auf einen Putsch eine Militärdiktatur oder die Herrschaft eines
autoritären Regimes.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Putsch)
Zweites
unwiderlegbares Faktum ist, dass die Halbinsel Krim durch Russland
widerrechtlich okkupiert und annektiert wurde. Für eine derartige Vorgangsweise
existiert keinerlei Rechtsgrundlage. Es ist in Europa seit 1945 allgemeiner
Grundkonsens, dass Grenzveränderungen ausschließlich im Einvernehmen aller
beteiligten Staaten und Volksgruppen, keinesfalls jedoch unter Anwendung
militärischer Gewalt erfolgen dürfen. Weder die ethnische Zusammensetzung der
Bevölkerung, noch die Geschichte dürfen als Rechtfertigung für eine solche
Vorgangsweise herhalten.
Aus
diesen obengenannten Fakten, möge jeder seine Sicht der Dinge selbst
herausbilden.
Ein
kleiner Denkanstoß dazu kann vielleicht ganz nützlich sein:
David ist
klein und schwach, aber sehr klug. Klug genug um zu wissen, dass er in einem
Kampf mit Goliath der Unterlegene sein muss.
Goliath
ist groß und kräftig, besitzt aber nur ein Hirn, das nicht größer als eine
Pflaume ist.
David
weiß aber, dass er Goliath nur mit List gewachsen sein kann.
Es möge
jedem unbenommen bleiben, selbst die Entscheidung zu treffen, mit David oder
mit Goliath zu sympathisieren, so lange man sich nicht hinterher darüber
beklagt.
Mittwoch, 6. August 2014
Donnerstag, 24. April 2014
Dekadenz - ja bitte!
"Europa ist dekadent", so sprach neulich der große kleine Zar im Kreml. Und an einem anderen Ort, jenseits des großen atlantischen Ozeans gibt es eine Gruppe, die sich Tea Party nennt und sich auch dem Kampf

gegen die Dekadenz auf ihre Fahnen geheftet hat. Ob letztere aber auch weiß, wo Europa ist, darf mit Recht bezweifelt werden.
Das Wort ist ein fester Teil der Kampfrhetorik totalitärer Systeme und gilt als abwertende Bezeichnung für das Streben des Menschen nach Freiheit und Individualismus. Und genau deswegen hat die Dekadenz viel mehr Bewunderer als Gegner. Im Grunde genommen ist sie genau das, was unser schönes Europa so lebens- und liebenswert macht.
In der Ukraine gehen die Menschen auf die Straße, weil sie sehnsüchtig nach der europäischen Dekadenz streben und auch in Russland gibt es Bürgerrechtsgruppen wie etwa Pussy Riot, die wegen ihres Wunschtraumes schweren staatlichen Repressalien ausgesetzt sind. Es darf niemanden verwundern, wenn sich der große kleine Zar im Kreml davon bedroht fühlt, da ein Durchbruch der Dekadenz in seinem Reich zweifelsohne das Ende seiner Macht und jener der Oligarchen nach sich zöge.
Aber die Dekadenz hat besonders im vergangenen Jahrhundert die blutrünstigsten Regime und die mörderischsten Kriege überlebt. Sie wird auch die gegenwärtigen Krisen überleben. Europa ist auch ohne Waffen stark.
Sonntag, 13. April 2014
Wetten dass .....................
Wetten, dass die meisten nicht in der Lage sind, den tieferstehend abgebildeten Köpfen die richtigen Namen zuzuordnen?

Ich würde diesen Menschen empfehlen, sich darüber kundig zu machen oder am Wahltag zuhause zu bleiben. Es sind nämlich die Spitzenkandidaten, die zur Wahl stehen.
Um deren Namen zu lesen, muss man ein Stück nach unten scrollen.


Ich würde diesen Menschen empfehlen, sich darüber kundig zu machen oder am Wahltag zuhause zu bleiben. Es sind nämlich die Spitzenkandidaten, die zur Wahl stehen.
Um deren Namen zu lesen, muss man ein Stück nach unten scrollen.
Martin Schulz
Jean-Claude Juncker
Guy Verhofstadt
Montag, 7. April 2014
Über die Liebenswürdigkeit des Schmelztiegels
In der Küche werken Türken, die die wohlschmeckenden Mahlzeiten für die hungrigen Mittagsgäste
zubereiten. Seviert werden sie von jungen Deutschen aus den neuen Bundesländern. Und genau das ist die wundervolle Vielfalt des europäischen Schmelztiegels, die ihn so liebenswert macht. Keine Spur von "Einheitsbrei" oder "Einheitsmenschen" wie dies von Ewiggestrigen immer wieder an die Wand gemalt wird. Wenn es irgendwo einen "Einheitsbrei" geben sollte, findet man diesen eher noch in der tiefen Provinz.
Freitag, 21. März 2014
Honig oder Sirup - die unerwünschte Nebenwirkung
Menschen sind biologische Geschöpfe und diese haben es nun
mal so an sich, dass sie sich ernähren müssen. Und so gut wie alle haben
natürlich auch den Wunsch, sich gesund zu ernähren. Auch wenn dieser Wunsch oft
nur halbherzig umgesetzt wird, da wir ja alle wissen, dass nicht alles was gut
schmeckt auch gesund sein muss.
Aber eines wollen wir dennoch: Wir wollen wissen, was wir
essen. Und diesem Umstande trägt auch der Gesetzgeber Rechnung, indem er den
Herstellern von Nahrungsmitteln vorschreibt,
dass auf den Verpackungen draufstehen
muss, was drinnen ist. Wer will denn schon etwa einen Honig kaufen und später
feststellen, dass dieses Produkt, das wie Honig schmeckt und aussieht in
Wirklichkeit ein Gebräu aus einer Chemiefabrik ist. Weil das niemand will,
wurde die Vorschrift erlassen, das sich nur Honig nennen darf, was von
fleißigen Bienen produziert wurde. (Randbemerkung: Es mag wohl für alle
ein Glück sein, dass die fleißigen Bienen noch nie auf die Idee gekommen sind,
sich gewerkschaftlich zu organisieren und ohne Ansprüche zu stellen immer noch den
Honig produzieren) Nun
könnte man wohl meinen, dass alle mit der Regelung zufrieden seien: Wo Honig
drauf steht muss auch Honig drinnen sein.
Was natürlich niemand wusste, dass man auf einer kleinen
Insel im Atlantik aus den dort reichlich vorhandenen Palmen einen Saft namens
Guarapo zapfte, der dort zu einem köstlich
schmeckenden braunen Sirup
verarbeitet wurde. Und dieser wurde schon seit Urzeiten fälschlicherweise „Miel
de Palma“ (Palmenhonig) genannt.
Über viele Dekaden hindurch konnte man diesen nur 1000 Meter
über dem Meer in der Casa Efigenia erstehen. Efigenia, die Hausherrin füllte
dieses Produkt in Glasflaschen ab, die mit
einem Kork dicht verschlossen
wurden, damit sie auf dem Transport in den Reisekoffern der Käufer nach Nord-
und Mitteleuropa nicht auslaufen konnten. So lange Efigenia den Alleinvertrieb
darüber hatte, störte es auch niemanden, dass sie einen Honig verkaufte, der
gar kein Honig war.
Aber es sprach sich herum, dass diese Köstlichkeit sehr
begehrt war und so begannen auch andere mit der Abfüllung in größere und
kleinere Flaschen, die schließlich in den Supermärkten der Insel Einzug
hielten. Inzwischen begann man auch auf der ungleich größeren Nachbarinsel mit
der Produktion des „Palmenhonigs“ und auch dort hielt er Einzug in die
Lebensmittelmärkte. Und weil es inzwischen auch viele Menschen gibt, die dieses
Produkt erstehen wollen ohne deshalb eine Flugreise unternehmen zu müssen, wird
er nun auch exportiert.
Und so wurden schließlich auch die Gesetzeshüter
wachgerüttelt und beanstanden nun, dass Honig ein geschützter Begriff ist, der
auf das Produkt der fleißigen Bienen beschränkt ist. Aber
sie kommen deswegen
nicht gleich mit der Keule, sondern nur mit dem Vorschlag, das Produkt in
Hinkunft Palmensirup zu nennen. Die Produzenten dagegen verteidigen ihre alte
Tradition, ihr Erzeugnis weiterhin Palmenhonig nennen zu dürfen, weil er eben
immer schon so hieß.
Ob und inwieweit es
diesbezüglich zu einer Kompromisslösung kommt, wenn sich etwa auf der Flasche
ein eindeutiger Hinweis findet, dass es sich nicht um einen Honig handelt,
sondern nur um eine traditionelle Bezeichnung, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt
noch nicht absehbar.
Fest steht nur, dass auch sinnvolle Vorschriften selten aber
doch unerwünschte Nebenwirkungen haben können.
Abonnieren
Posts (Atom)