Mittwoch, 6. August 2014
Donnerstag, 24. April 2014
Dekadenz - ja bitte!
"Europa ist dekadent", so sprach neulich der große kleine Zar im Kreml. Und an einem anderen Ort, jenseits des großen atlantischen Ozeans gibt es eine Gruppe, die sich Tea Party nennt und sich auch dem Kampf

gegen die Dekadenz auf ihre Fahnen geheftet hat. Ob letztere aber auch weiß, wo Europa ist, darf mit Recht bezweifelt werden.
Das Wort ist ein fester Teil der Kampfrhetorik totalitärer Systeme und gilt als abwertende Bezeichnung für das Streben des Menschen nach Freiheit und Individualismus. Und genau deswegen hat die Dekadenz viel mehr Bewunderer als Gegner. Im Grunde genommen ist sie genau das, was unser schönes Europa so lebens- und liebenswert macht.
In der Ukraine gehen die Menschen auf die Straße, weil sie sehnsüchtig nach der europäischen Dekadenz streben und auch in Russland gibt es Bürgerrechtsgruppen wie etwa Pussy Riot, die wegen ihres Wunschtraumes schweren staatlichen Repressalien ausgesetzt sind. Es darf niemanden verwundern, wenn sich der große kleine Zar im Kreml davon bedroht fühlt, da ein Durchbruch der Dekadenz in seinem Reich zweifelsohne das Ende seiner Macht und jener der Oligarchen nach sich zöge.
Aber die Dekadenz hat besonders im vergangenen Jahrhundert die blutrünstigsten Regime und die mörderischsten Kriege überlebt. Sie wird auch die gegenwärtigen Krisen überleben. Europa ist auch ohne Waffen stark.
Sonntag, 13. April 2014
Wetten dass .....................
Wetten, dass die meisten nicht in der Lage sind, den tieferstehend abgebildeten Köpfen die richtigen Namen zuzuordnen?

Ich würde diesen Menschen empfehlen, sich darüber kundig zu machen oder am Wahltag zuhause zu bleiben. Es sind nämlich die Spitzenkandidaten, die zur Wahl stehen.
Um deren Namen zu lesen, muss man ein Stück nach unten scrollen.

Ich würde diesen Menschen empfehlen, sich darüber kundig zu machen oder am Wahltag zuhause zu bleiben. Es sind nämlich die Spitzenkandidaten, die zur Wahl stehen.
Um deren Namen zu lesen, muss man ein Stück nach unten scrollen.
Martin Schulz
Jean-Claude Juncker
Guy Verhofstadt
Montag, 7. April 2014
Über die Liebenswürdigkeit des Schmelztiegels
In der Küche werken Türken, die die wohlschmeckenden Mahlzeiten für die hungrigen Mittagsgäste
zubereiten. Seviert werden sie von jungen Deutschen aus den neuen Bundesländern. Und genau das ist die wundervolle Vielfalt des europäischen Schmelztiegels, die ihn so liebenswert macht. Keine Spur von "Einheitsbrei" oder "Einheitsmenschen" wie dies von Ewiggestrigen immer wieder an die Wand gemalt wird. Wenn es irgendwo einen "Einheitsbrei" geben sollte, findet man diesen eher noch in der tiefen Provinz.
Freitag, 21. März 2014
Honig oder Sirup - die unerwünschte Nebenwirkung
Menschen sind biologische Geschöpfe und diese haben es nun
mal so an sich, dass sie sich ernähren müssen. Und so gut wie alle haben
natürlich auch den Wunsch, sich gesund zu ernähren. Auch wenn dieser Wunsch oft
nur halbherzig umgesetzt wird, da wir ja alle wissen, dass nicht alles was gut
schmeckt auch gesund sein muss.
Aber eines wollen wir dennoch: Wir wollen wissen, was wir
essen. Und diesem Umstande trägt auch der Gesetzgeber Rechnung, indem er den
Herstellern von Nahrungsmitteln vorschreibt,
dass auf den Verpackungen draufstehen
muss, was drinnen ist. Wer will denn schon etwa einen Honig kaufen und später
feststellen, dass dieses Produkt, das wie Honig schmeckt und aussieht in
Wirklichkeit ein Gebräu aus einer Chemiefabrik ist. Weil das niemand will,
wurde die Vorschrift erlassen, das sich nur Honig nennen darf, was von
fleißigen Bienen produziert wurde. (Randbemerkung: Es mag wohl für alle
ein Glück sein, dass die fleißigen Bienen noch nie auf die Idee gekommen sind,
sich gewerkschaftlich zu organisieren und ohne Ansprüche zu stellen immer noch den
Honig produzieren) Nun
könnte man wohl meinen, dass alle mit der Regelung zufrieden seien: Wo Honig
drauf steht muss auch Honig drinnen sein.
Was natürlich niemand wusste, dass man auf einer kleinen
Insel im Atlantik aus den dort reichlich vorhandenen Palmen einen Saft namens
Guarapo zapfte, der dort zu einem köstlich
schmeckenden braunen Sirup
verarbeitet wurde. Und dieser wurde schon seit Urzeiten fälschlicherweise „Miel
de Palma“ (Palmenhonig) genannt.
Über viele Dekaden hindurch konnte man diesen nur 1000 Meter
über dem Meer in der Casa Efigenia erstehen. Efigenia, die Hausherrin füllte
dieses Produkt in Glasflaschen ab, die mit
einem Kork dicht verschlossen
wurden, damit sie auf dem Transport in den Reisekoffern der Käufer nach Nord-
und Mitteleuropa nicht auslaufen konnten. So lange Efigenia den Alleinvertrieb
darüber hatte, störte es auch niemanden, dass sie einen Honig verkaufte, der
gar kein Honig war.
Aber es sprach sich herum, dass diese Köstlichkeit sehr
begehrt war und so begannen auch andere mit der Abfüllung in größere und
kleinere Flaschen, die schließlich in den Supermärkten der Insel Einzug
hielten. Inzwischen begann man auch auf der ungleich größeren Nachbarinsel mit
der Produktion des „Palmenhonigs“ und auch dort hielt er Einzug in die
Lebensmittelmärkte. Und weil es inzwischen auch viele Menschen gibt, die dieses
Produkt erstehen wollen ohne deshalb eine Flugreise unternehmen zu müssen, wird
er nun auch exportiert.
Und so wurden schließlich auch die Gesetzeshüter
wachgerüttelt und beanstanden nun, dass Honig ein geschützter Begriff ist, der
auf das Produkt der fleißigen Bienen beschränkt ist. Aber
sie kommen deswegen
nicht gleich mit der Keule, sondern nur mit dem Vorschlag, das Produkt in
Hinkunft Palmensirup zu nennen. Die Produzenten dagegen verteidigen ihre alte
Tradition, ihr Erzeugnis weiterhin Palmenhonig nennen zu dürfen, weil er eben
immer schon so hieß.
Ob und inwieweit es
diesbezüglich zu einer Kompromisslösung kommt, wenn sich etwa auf der Flasche
ein eindeutiger Hinweis findet, dass es sich nicht um einen Honig handelt,
sondern nur um eine traditionelle Bezeichnung, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt
noch nicht absehbar.
Fest steht nur, dass auch sinnvolle Vorschriften selten aber
doch unerwünschte Nebenwirkungen haben können.
Freitag, 20. Dezember 2013
Donnerstag, 12. Dezember 2013
Wer stellt diesen Stumpfsinn endlich ab?
Nun klebt sie, die neue Vignette für das neue Jahr. Und die Entfernung der alten ist leider nicht vollständig gelungen. Reste bleiben auf der Scheibe kleben.
Und wenn man eine ausgedehntere Fahrt durch den Speckgürtel von Wien unternehmen will, dann muss man sich bereits 4 davon auf die Scheibe kleben. Zu allem Überfluss will man diesen Stumpfsinn jetzt auch noch in Deutschland einführen.
Wenn dieser Trend anhält, wird man sich in Hinkunft für eine Rundreise durch Europa noch die gesamte Windschutzscheibe verkleben müssen. Wie man dann noch das Verkehrsgeschehen aufmerksam beobachten soll, beantwortet einem niemand.
Und verdanken tun wir das ganze der Schweiz, denn dort wurde das in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erfunden.
Nein, ich will mich keinesfalls um's Zahlen drücken, aber wozu maß man sich deswegen die Scheibe mit unzähligen Vignetten verkleben. Gerade im digitalen Zeitalter gibt es genügend andere Formen der Gebührenerhebung. Hilfreich wäre auch, wenn es eine Vignette gäbe, die in ganz Europa gilt.
Hier wäre die EU dringend gefordert, ein Machtwort zu sprechen und diesen Hirnriss des nationalen Eigensinnes abzustellen zum Wohle des Bürgers.
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