Sonntag, 21. Juli 2013

In Geiselhaft der Kirche.




Der Staat mag ja pleite sein, die Kirche ist es mit Sicherheit nicht. Goldene Luster und teuerster Carrara Marmor verbaut in einer Kirche, die gerade erst 5 Jahre alt ist. Wenn man weiß, wie eng Kirche und Staat hier verzahnt sind, stellt sich zwangsläufig die Frage ob es nicht einen Weg gibt, die Kirche zur Sanierung des Staatshaushaltes heranzuziehen.

Unweigerlich stellt sich die Frage, wie lange sich die Menschen von der Kirche in Geisselhaft halten lassen.






Mittwoch, 10. Juli 2013

Backlash

Viele schöne neue Dinge hat uns unsere moderne Zeit beschert, von denen ich vor 30 Jahren nicht mal zu träumen vermochte.

Aber in vielen Dingen hat es auch Backlashs gegeben, die ich mir mit dem rationalen Verstand nicht  erklären kann. Dazu führe ich hier ein konkretes Bespiel an:

So badete ich vor 30 Jahren:


und daran hat sich bis heute nichts geändert, denn zum Glück bietet der Handel immer noch angenehme Badeslips an

Aber dennoch zieht es mein Sohn so wie die meisten jungen Männer seiner Generation vor, so zu baden:


Einst war es die Generation unserer Großväter, die in knielangen Shorts baden ging. Bei allem Verständnis für Modetrends weigere ich mich standhaft, so etwas anzuziehen und kann es niemals als angenehm empfinden, mit so einem triefend nassen Ungetüm über den Strand zu laufen. Es muss dies wohl ebenso unkomfortabel sein, wie etwa bei 35° im Schatten den Kopf mit einem Tuch zu verhüllen.

Vielleicht gibt es irgendwo Mitmenschen, die imstande sind, mir zu erklären, warum in den letzten Jahren der Trend in diese Richtung ging.






Sonntag, 30. Juni 2013

Ursache und Wirkung


Es ist ein weit verbreitetes Problem, daß es sehr viele Menschen gibt, die Ursache und Wirkung verkennen.

Dazu folgendes Beispiel: Wenn eine Mutter oder ein Vater einen Wagen gegen einen Baum steuert und das mitfahrende Kind dabei verletzt wird, dann wird es zur Behandlung seiner Verletzungen von der Rettung in ein Spital gebracht.
In Verkennung der Ursache wird es dort, wenn ihm etwa ein Bein in Gips gelegt wird, eine Abneigung gegen die Ärzte und das Pflegepersonal entwickeln und lautstark nach der Mutter schreien, auch wenn diese die eigentliche Verursacherin des Problems ist.

Nicht anders zu betrachten ist das augenblickliche Verhältnis der Menschen in Europa zur EU und zu ihrem jeweiligen Nationalstaat.

Die Nationalstaaten haben durch verantwortungslose und kurzsichtige Politik, die immer nur auf die kommenden Wahlen ausgerichtet war eine schwere Krise ausgelöst.
Nur durch die Bemühungen der Institutionen der EU konnten die Folgen abgemildert, und verhindert werden, daß es bisher nicht zu einem Totalzusammenbruch der Wirtschaft gekommen ist. Und als größte Leistung muss hervorgehoben werden, daß die Nationalstaaten daran gehindert wurden, sich so wie in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts protektionistisch abzuschotten. Wie man heute weiß, wurde damals gerade dadurch die Krise zur echten Depression.

Dennoch schenken viele Menschen den verantwortungslosen Krawallmedien Glauben, die diese offenkundige Krise der Nationalstaaten zu einer Krise der EU umdeuten und entwickeln eine Abneigung gegen die EU und verlangen nach mehr Renationalisierung.

Mehr Aufklärung wäre jedenfalls dringend vonnöten.


Mittwoch, 26. Juni 2013

Brüssel oder Peking?

 Nun ja, es ist nicht alles geistreich, was in den Brüsseler Denkfabriken beschlossen wird. Aber verdammen sollte man es dennoch nicht, denn wir Europäer haben letztendlich nur 2 Optionen.

Entweder fallen unsere politischen Entscheidungen wie bisher in Brüssel, oder wenn jene, denen dies nicht gefällt die Oberhand gewinnen sollten, dann werden sie wohl in Peking getroffen; ohne daß wir in irgendeiner Weise darauf Einfluss nehmen könnten.
Und dann wird es auch mit Humanismus, Menschenrechten und sozialen Sicherungssystemen - den europäischen Klassikern - vorüber sein.

Wir Europäer sind dann nur noch die Bauern auf dem Schachbrett der Großmächte. 
Daran sollte man immer denken!


Freitag, 21. Juni 2013



Mindestens 4 mal schlug er im vergangenen Jahrhundert zu. Zuletzt zertrümmerte er in den 90er Jahren Jugoslawien, was hunderttausende Opfer und noch viel mehr seelische Wunden nach sich zog. Dabei war dies gar kein unabwendbares Ereignis, wie so oft behauptet wurde, sondern wäre durchaus vermeidbar gewesen, wäre man dem Aggressor frühzeitig genug entgegengetreten. Dann könnten wir heute zwischen München und Athen mit dem ICE fahren.

Aber der bösartigste und gefährlichste aller Aggressoren ist leider immer noch nicht tot - es ist der Nationalismus. Und er sitzt nicht jenseits von imaginären Grenzen anderer Staaten, sondern ist mitten unter uns. Mitunter begegnet er uns tagtäglich in Gestalt von oberflächlich sehr netten Menschen.

Wie man ihm wirksam Einhalt gebieten kann, darüber gibt es sehr kontroversielle Ansichten. Aber gerade diese Kontroversen machen den Aggressor oft stärker als er tatsächlich ist. Ein koordiniertes Vorgehen erscheint daher vonnöten.